Bau der Fischtreppe: Einschränkung für Radweg

Veröffentlicht am 26.10.2017 in Presse

Die Renaturierung des Flusstals schreitet voran! Mit dem geplanten Bau einer Fischtreppe am Kraftwerk Hohenstein kommt der Ruhrverband den gesetzlichen Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie nach. Diese fordert die Wiederherstellung der Durchgängigkeit  von Flussgewässern in Europa für Fische und andere Flusslebewesen. Fischaufstiegsanlagen für Fischwanderungen gibt es schon an diversen Wasserwehren der Ruhr, so auch am Ruhrabfluss des Kemnader Stausees. Am Stausee Baldeney in Essen, der mit rund 9 Metern Höhenunterschied zwischen dem Baldeneysee und dem Unterlauf der Ruhr ein besonders großes Hindernis für Fischwanderungen darstellt, entsteht sogar eine neuartige Fischaufstiegsanlage, und zwar ein Fischliftsystem.

Die Wiederherstellung bzw. die Erhaltung von Fischwan
derungen in unseren Binnengewässern sind von großer ökologischer Bedeutung. Dazu erklärte ein Vertreter des Ruhrverbands die Notwendigkeit der Fischaufstiegsanlagen für die Artenerhaltung: Fischwanderungen erfolgen nicht zufällig, sondern sind abhängig von biologischen Faktoren wie steigenden Wasserabflüssen, Wassertemperatur, Lichtverhältnissen, Mondphasen, Hormonen oder auch der „inneren Uhr“ der Tiere. Fische wandern, um Laich abzulegen, Nahrung zu finden, Winterruheplätze aufzusuchen oder zwischen den Lebensräumen verschiedener Lebensphasen zu wechseln. Nur so hat die Art eine Überlebenschance. Die Wiederherstellung der Durchgängigkeit bewahrt daher die heimischen Flüsse als ökologische Ressource für zukünftige Generationen. Der Bau der Fischtreppe wird von RWE Innogy, der grünen Tochter des Energieversorgers, erfolgen. Das Projekt befindet sich noch in der Planung, an der auch die Stadt Witten und der RVR (Regionalverband Ruhr) beteiligt sind. Das Vorhaben gilt als technisch sehr schwierig. Von der Wittener Seite ist wegen der Wetterstraße und der Bahnlinie kein Zugang zur Ruhr möglich. Man kann nur von der Bommeraner Seite aus die Arbeiten vornehmen, wobei auch dort kaum hinreichend Platz  für die Lagerung des Baumaterials besteht. Dort soll die Zufahrt zur Baustelle eingerichtet und auch eine Rampe vom Radweg aus zum Fluss angelegt werden. Der Radweg muss als Zugang zur Baustelle benutzt werden, weil die Uferstraße für den Anliegerverkehr offen gehalten werden soll.  Außerdem müssen die Arbeiten bei Hochwasser unterbrochen werden. Nach der Fertigstellung der Fischtreppe wird der Baustellenbereich auf Bommeraner Seite wieder in seinen alten Zustand zurückgeführt. Ein Jahr Bauzeit ist geplant. Der Radweg kann während
der Bauzeit nicht durchgängig benutzt werden. Die Umleitung Richtung Wengern soll wahrscheinlich von der Uferstraße aus durch die Unterführung über den Klive und oberen Radweg bis zum Gasthaus  Robbert in Wengern verlaufen. Die Öffentlichkeit wird über die genaue Planung und den Baubeginn, der frühestens für Februar angedacht ist, rechtzeitig  informiert. Für die Gewässerökologie ist die Flussaufstiegsanlage ein Meilenstein für die Arterhaltung unserer Flussfauna.  Sicherlich profitiert der Tourismus an der Ruhr und damit auch Bommern von der großen teuren Umweltmaßnahme, die RWE bzw. Innogy finanzieren. Für die Radfahrer ist der Umweg über den Klive eine begrenzte Belastung. Für Steger ist noch keine belastbare Lösung in Sicht. Aber für die Fortentwicklung unserer Fauna in der Ruhr sollten wir diese überschaubaren Einschränkungen ertragen können.

K.Wiegand

 

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