Aktuelles zur Bergschädensanierung

Veröffentlicht am 20.02.2020 in Presse

Der oberflächennahe Bergbau des 18.,19. und frühen 20. Jahrhunderts lässt uns
in Bommern nicht los! Wer glaubt, die Bergbauschäden an der Alte Straße, die vor
zwei, drei Jahren beseitigt wurden, wären die letzten Schäden des frühen Bergbaus
in Bommern, musste jetzt feststellen, dass immer noch Tagesbrüche in unserem
Stadtteil plötzlich zum Vorschein kommen.
 

Am 13. Dezember wurde eine Familie in der Bockkampstraße aus dem Schlaf
gerissen, da sich unmittelbar neben ihrem Wohnhaus ein Tagesbruch ausgebreitet
hatte. Ein zwei mal drei Meter großes Loch war zu erkennen.
Bei Tageslicht klaffte sogar eine 15 Meter tiefe Einbuchtung am Rande des
Wohnhauses. Ende Dezember war der Bergschaden mit einer Betonfüllung von mehr
als 200 Kubikmetern behoben. Die Frage ist jedoch, wie konnte so etwas passieren?
Fest steht, dass nicht alle früheren Abbaugebiete ordnungsgemäß verfüllt bzw.
dokumentiert wurden. Auch suchen sich unterirdische Wasseradern oftmals neue
Wege, wobei sich neue Hohlräume bilden können. Außerdem wurde in den wirtschaftlichen
Notzeiten nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg auch wilder Kohleabbau in nicht bekanntem
Umfang von der heimischen Bevölkerung betrieben, denn nach 1918 musste die abgebaute
Kohle vornehmlich für die Industrie bereitgestellt werden. Die Hausbrandkohle für die Bevölkerung deckte damals bei weitem nicht den Bedarf unserer Vorfahren. In der Notsituation nach dem
Zweiten Weltkrieg geschah Ähnliches.
Fahrbahnsanierung im Bommerfelder Ring stockt Die Fahrbahnsanierung, die im letzten Jahr im Bommerfelder Ring erfolgen sollte, konnte nicht termingemäß durchgeführt werden. Schon
bei den ersten vorgeschalteten Bohrungen war zu erkennen, dass sich offensichtlich
Hohlräume von abgebauten Flözen und des Erbstollens der ehemaligen Zeche
Vereinigte Bommerbänker Tiefbau im Fahrbahnbereich befanden. Diese Bergschäden
müssen erst vollständig beseitigt werden.
Zwischen der nördlichen Einmündung Eisenberg und der Cranachstraße muss
der Boden auf seine Tragfähigkeit überprüft werden, so der Leiter der Stabsstelle
Umwelt der Wittener Stadtverwaltung, Gerald Klawe. Der technische Verwaltungsbeamte
weist außerdem darauf hin, dass ein alter Zechen-Lichtschacht noch vor Beginn der Sanierung verfüllt werden muss. Die z.Z. stattfindenden Bohrungen sollen alle Hohlräume aufspüren, erst danach erfolgt die Straßensanierung, die mehr als 2 Millionen Euro kosten wird.
Einige Bürger Bommerns befürchten ein zeitliches Zusammentreffen des Neubaus
der Herbeder Ruhrbrücke mit dem Ende der Tiefbausanierung am Bommerfelder Ring.
Der Abriss und Neubau der Herbeder Brücke wird aber erst 2024 begonnen. Bis dahin
sind die Tiefbauarbeiten im Bommerfeld längst abgeschlossen.

K. Wiegand

 

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